Katze trinkt zu wenig? 7 Anzeichen und was du sofort tun kannst

Katze trinkt zu wenig? 7 Anzeichen und was du sofort tun kannst


Inhaltsübersicht

    Deine Katze sitzt vor ihrem vollen Napf, schnuppert kurz und stolziert dann beleidigt davon. Kommt dir bekannt vor? Damit bist du nicht allein. Viele Katzen trinken von sich aus viel zu wenig. Das Fiese daran: Du merkst es oft erst, wenn die Nieren schon leiden. Die gute Nachricht ist, dass du das mit ein paar kleinen Handgriffen drehen kannst. Und zwar heute noch.

    Das Wichtigste in Kürze
    • Katzen trinken von Natur aus wenig, ihre Vorfahren kommen aus der Wüste.
    • Warnzeichen sind trockenes Zahnfleisch, eine stehen bleibende Hautfalte, wenig Urin und ein müdes Tier.
    • Der größte Fehler ist stehendes Wasser im Napf direkt neben dem Futter.
    • Am meisten bringt eine Kombination aus mehreren kleinen Änderungen. Ein Trinkbrunnen ist eine davon.

    Wie viel sollte deine Katze am Tag trinken?

    Als Faustregel gilt: etwa 40 bis 60 ml pro Kilogramm Körpergewicht. Eine 4 Kilo Katze braucht also rund 200 ml am Tag, ungefähr ein kleines Wasserglas. Klingt wenig, ist für viele Stubentiger aber schon eine Hürde. Und wenn deine Katze vor allem Trockenfutter frisst, muss noch mehr über den Napf kommen, denn aus den trockenen Brocken holt sie kaum Feuchtigkeit.

    Warum das so ist: Die Urahnen unserer Katzen lebten in der Wüste und deckten fast ihren ganzen Wasserbedarf über die Beute. Deshalb hat deine Katze bis heute keinen ausgeprägten Durst-Alarm. Sie trinkt nicht, weil sie sollte, sondern nur, wenn ihr die Wasserquelle wirklich zusagt.

    Katzenhalterin streichelt ihre Katze und achtet auf ihr Trinkverhalten
    Behalte im Blick, wie viel deine Katze trinkt. Kleine Veränderungen fallen dir zuerst auf.

    Die 7 Anzeichen, dass deine Katze zu wenig trinkt

    Deine Katze sagt dir nicht, dass sie durstig ist. Aber ihr Körper tut es. Je mehr dieser Zeichen zutreffen, desto wahrscheinlicher nimmt sie zu wenig Flüssigkeit auf.

    1

    Trockenes oder klebriges Zahnfleisch

    Heb vorsichtig die Lefze an und tippe aufs Zahnfleisch. Bei einer gut versorgten Katze fühlt es sich feucht und glatt an. Klebt es, fehlt Wasser.

    2

    Die Hautfalte bleibt stehen

    Zieh die Haut im Nacken sanft nach oben und lass los. Normal ist, dass sie sofort zurückschnappt. Bleibt sie kurz als Zelt stehen, ist das ein klares Signal.

    3

    Weniger Klumpen im Katzenklo

    Wer wenig trinkt, macht wenig Urin. Findest du plötzlich kleinere oder seltener Klumpen, werd hellhörig.

    4

    Harter, trockener Kot

    Zu wenig Wasser bremst die Verdauung. Kleine, harte Köttel sind ein typisches Zeichen für Verstopfung.

    5

    Müde statt verspielt

    Flüssigkeitsmangel zieht Energie. Wenn deine sonst neugierige Katze nur noch schläft und das Federspiel links liegen lässt, kann Durst dahinterstecken.

    6

    Matte, eingefallene Augen

    Die Augen wirken glanzlos und liegen tiefer als sonst. Ein Blick auf ältere Fotos zeigt dir den Unterschied.

    7

    Stumpfes, struppiges Fell

    Trinkt eine Katze genug, glänzt ihr Fell. Wird es struppig und matt, ist das oft ein spätes Zeichen.

    Achtung: Treffen mehrere Zeichen gleichzeitig zu oder wirkt deine Katze richtig schlapp, wart nicht ab. Dann geht es direkt zum Tierarzt.

    Warum trinkt deine Katze zu wenig?

    Meistens liegt es nicht an deiner Katze, sondern daran, wie das Wasser bei ihr ankommt. Drei Fehler passieren fast in jedem Haushalt.

    Erstens steht der Napf neben dem Futter. In der Natur meidet eine Katze Wasser dicht an Beuteresten, weil es dort schnell verkeimt. Steht der Napf am Futter, sagt ihr Instinkt einfach nein.

    Zweitens ist das Wasser stehend. Stehendes Wasser ist für eine Katze verdächtig. Fließendes Wasser dagegen wirkt frisch und lebendig. Genau darum sitzen so viele Katzen fasziniert vor dem tropfenden Wasserhahn.

    Drittens kommt das Wasser aus Plastik. In Plastiknäpfen und Plastikbrunnen bildet sich schnell ein Biofilm, ein schmieriger Bakterienbelag. Das Wasser riecht müffelig, und am Rand holt sich deine Katze sogar Pickel am Kinn. Aus so einer Quelle trinkt kein Stubentiger gern.

    Was du sofort tun kannst

    Kein großes Projekt. Jede Katze tickt anders, deshalb probier am besten mehrere dieser Tipps aus. Oft ist es die Mischung, die den Unterschied macht.

    1

    Bring Abstand zwischen Napf und Futter

    Stell die Wasserstelle in einen anderen Raum, weg vom Futter und vom Katzenklo. Allein das lässt viele Katzen wieder öfter trinken.

    2

    Verteil mehrere Trinkplätze

    Mehrere Schalen in der Wohnung erhöhen die Chance, dass deine Katze im Vorbeigehen einen Schluck nimmt.

    3

    Wähl die richtige Schale

    Eine flache, breite Schale aus Keramik oder Edelstahl schont die Schnurrhaare und schmeckt neutraler als enges Plastik. Viele Katzen trinken daraus lieber.

    4

    Halt das Wasser frisch

    Wechsle das Wasser täglich, im Sommer gern kühl. Manche Katzen mögen es auch leicht angewärmt oder mit einem Eiswürfel, der Bewegung ins Spiel bringt.

    5

    Setz mehr auf Nassfutter

    Nassfutter steckt voller Feuchtigkeit und füllt den Wasserspeicher ganz nebenbei. Ein Schuss Wasser ins Futter wirkt oft zusätzlich.

    6

    Probier fließendes Wasser aus

    Viele Katzen trinken mehr, sobald das Wasser fließt. Ein leiser Trinkbrunnen bietet das rund um die Uhr, am besten aus Edelstahl, damit Biofilm keine Chance hat. Nicht jede Katze springt sofort darauf an, manche brauchen ein paar Tage. Für viele ist es aber der Tipp mit dem größten Effekt.

    Katze trinkt aus einem Edelstahlbrunnen
    Viele Katzen trinken deutlich mehr, sobald das Wasser fließt.
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    Napf, Plastikbrunnen oder Edelstahl im Vergleich

    Nicht jede Wasserquelle bringt deine Katze zum Trinken. So schlagen sich die drei Klassiker im Alltag.

    Kriterium Normaler Napf Plastikbrunnen Edelstahl-Trinkbrunnen
    Weckt den Trinkinstinkt Nein, Wasser steht still Ja, aber oft laut Ja, fließend und leise
    Hygiene Wird schnell schmutzig Biofilm und Schleim Antibakteriell, kein Biofilm
    Pickel am Kinn Möglich Häufig Wird vorgebeugt
    Reinigung Täglich nötig Aufwendig, viele Teile 3 Teile, spülmaschinenfest
    Wasser bleibt frisch Wenige Stunden Mit Filter Lange frisch mit Filter

    Für Mehrkatzenhaushalte oder alle, die selten nachfüllen wollen, ist die große Variante mit großzügigem Fassungsvermögen die entspannte Wahl.

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    Wann du zum Tierarzt gehen solltest

    Die Tipps hier helfen deiner Katze, mehr zu trinken. Einen Tierarzt ersetzen sie nicht. Geh bitte zeitnah in die Praxis, wenn deine Katze einen ganzen Tag gar nicht trinkt, kaum uriniert, teilnahmslos wirkt oder erbricht. Auch wenn sie plötzlich viel mehr trinkt als sonst, lass das abklären, denn dahinter können die Nieren oder der Zuckerstoffwechsel stecken. Fließendes Wasser empfehlen übrigens auch Tierärzte, unter anderem unsere Kooperationstierärztin Dr. Katrin Wontorra.

    Im Zweifel gilt: Lieber einmal zu früh zum Tierarzt als einmal zu spät.

    Fazit

    Eine Katze, die zu wenig trinkt, ist kein Drama, aber ein Weckruf. Achte auf die 7 Anzeichen und probier mehrere der Tipps aus, von der richtigen Schale über den passenden Standort bis zu Nassfutter und einem Trinkbrunnen. Oft tut sich schon nach wenigen Tagen etwas. Bleibt das Trinken trotzdem knapp, klärt ein Tierarzt die Ursache ab.

    Häufige Fragen

    Wie viel sollte eine Katze am Tag trinken?

    Etwa 40 bis 60 ml pro Kilogramm Körpergewicht. Eine 4 Kilo Katze braucht also rund 200 ml am Tag. Bei reiner Trockenfütterung liegt der Bedarf über den Napf noch höher.

    Woran erkenne ich, dass meine Katze zu wenig trinkt?

    Typische Zeichen sind trockenes, klebriges Zahnfleisch, eine Hautfalte im Nacken die stehen bleibt, weniger Klumpen im Katzenklo, harter Kot, Müdigkeit, matte Augen und stumpfes Fell.

    Hilft ein Trinkbrunnen wirklich, dass meine Katze mehr trinkt?

    Bei vielen Katzen ja. Sie bevorzugen instinktiv fließendes Wasser, weil es frisch wirkt, und ein leiser Brunnen animiert viele von allein. Garantiert ist es nicht. Manche Katzen brauchen etwas Geduld oder die Kombination mit den anderen Tipps.

    Warum ist ein Brunnen aus Edelstahl besser als aus Plastik?

    Edelstahl ist antibakteriell. Es bildet sich kein Biofilm, kein Schleim und kein Gestank. Der Brunnen bleibt hygienisch, beugt Pickeln am Kinn vor und ist leichter zu reinigen.

    Meine Katze trinkt nur aus dem Wasserhahn. Nimmt sie einen Brunnen an?

    Sehr oft ja. Der Wasserhahn-Ausguss vieler Brunnen fühlt sich für die Katze an wie ihr eigener kleiner Hahn. Gib ihr ein paar Tage, dann klappt die Umstellung meist von selbst.

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    Daniel Keil (mit Katze Luna)
    Geschrieben von
    Daniel Keil (mit Katze Luna)
    TrinkTiger Redaktion

    Das TrinkTiger Team schreibt über Katzengesundheit, Trinkverhalten und alles rund um den perfekten Katzenbrunnen.

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    Anja S.
    Anja S.
    Verifizierte Käuferin

    "Das ist der aaaaaalllerbeste Trinkbrunnen den ich je hatte. Super leicht zu reinigen, der Akku hält bei uns ca. 3,5 Wochen und meine Katzen haben noch nie so viel getrunken. 10 von 10 Sternen. Top!"

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    Carmelo C.
    Carmelo C.
    Verifizierte Käufer

    "Die ersten zwei Tage hatte unsere Katze kein Interesse. Dann hat sie angefangen zu verstehen und jetzt trinkt sie so viel mehr. Eine Zeitschaltuhr hat ihr Interesse noch gesteigert. Würde ich jedem Skeptiker empfehlen!"

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    Ines R.
    Ines R.
    Verifizierte Käuferin

    "Einfach klasse für alle Katzen, die gern aus dem Wasserhahn trinken, da dieser Hahn das exakt nachstellt. Er ist sehr ruhig, einfach zu reinigen, aus Edelstahl, also hygienisch einwandfrei. Ganz große Klasse."

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    Michel G.
    Michel G.
    Verifizierte Käufer

    "Da Vinci und Lady haben den Brunnen gründlich untersucht, dabei eine riesige Sauerei veranstaltet und ihn schließlich angenommen. Die Pumpe ist leise, er lässt sich leicht reinigen und sieht auch optisch sehr gut aus."

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